Welche Buchstelle hat euch zu Tränen gerührt?

Frage von [♠][♣][♥][♦]: Welche Buchstelle hat euch zu Tränen gerührt?
Ich habe nur ein einziges Mal beim Lesen eines Buches geweint, und das war ausgerechnet bei Harry Potter 7. Es waren nur 3 einsilbige Wörter: “Look…at…me.” (Bloomsbury adult edition, Seite 528). In diesen Worten liegt die ganze Tragik einer unerfüllten Liebe bis in den Tod.

Welche Buchstellen oder Bücher allgemein haben euch zum Weinen gebracht?

Beste Antwort:

Answer by Konfuzius Seine Frau
1.) “Im Westen nichts Neues” von Erich Maria Remarque
2.) Das Gesamtwerk von Wolfgang Borchert

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19 Antworten auf Welche Buchstelle hat euch zu Tränen gerührt?

  • paradox sagt:

    Direkt weinen nicht, aber es gibt im Roman „Eureka Street, Belfast” eine Textstelle, die die mir jedesmal, wenn ich sie lese, besonders nahegeht. In einem beinahe heiter ironischen Ton wird von einer Frau erzählt, die einkaufen geht. Die Frau wird detailliert beschrieben, ihr ganz gewöhnlicher Morgen, bis zu ihrem Einkauf, der Einkauf selbst und auch, wie sie beim Verlassen des Ladens von einer IRA-Bombe zerrissen wird. Und das alles so beiläufig heiter, ohne jeden Betroffenheitskitsch, dass dir der ganze Wahnsinn des Terrors so deutlich vor Augen steht, als würdest du ihn selbst erleben.

  • © cwj sagt:

    Lies dieses Buch von Frank McCourt,
    Die Asche meiner Mutter

    Jedes einzelne Wort kann dich zu Tränen rühren !

    In seiner romanhaften Autobiografie beschreibt Frank McCourt, was er zwischen 1935 und 1948 auf Irland erlebte. Er tut es in einfacher Umgangssprache und aus der Sicht des Kindes bzw. Jugendlichen, weder larmoyant noch bitter, sondern ironisch und humorvoll und dennoch … s.o.

    cwj
    .

  • Zsolt sagt:

    dafür bin ich zu sehr ein klaun, ich weine nie in der öffentlichkeit. . :-) ist aber lange her … ich glaub das ist garnicht passiert… damals habe ich sowas wie tom sawyer, monte christof und die schatzinsel gelesen. oder war das bambie ? ich muss zugeben war schon gruselig wo die muter starb..

  • 3wk_underground sagt:

    bei snapes tod musste ich auch so weinen….schrecklich^^
    sonst noch zum heulen:
    - jane eyre (c. brontë)
    - tochter der wälder (j. marillier)

  • John D sagt:

    “42″ in dem berühmten Werk von Douglas Adams.

  • Ich brauch kein Bild sagt:

    Erst vorgestern am Ende von “Der letzte Kampf” von den Chroniken von Narnia von Lewis.
    Ich hab mein ganzes Kissen nass gemacht..
    und werd jetzt direkt wieder traurig…
    ich muss weg….

  • Sonadora sagt:

    Lange lange her, also 12-jährige oder so, daher auch bei einem Jugendbuch – empfinde diese Stelle aber heute noch als sehr rührend

    am Ende des Buchs “Der Regenbogen hat nur 7 Farben” von Peter Pohl
    ein Junge hat unglaublich viel Pech in seinem Leben – als kleiner Junge wegen dem Krieg (Nazizeit) umziehen, verliert dadurch alles, Opa stirbt, Mutter keine Zeit, Vater stirbt, bester Freund in der neuen Heimat stirbt ebenfalls, als er den Jungen von zuhause abholen wollte etc.
    Dann endlich eine Hoffnung auf Glück, da er eine Freundin findet, ebenfalls mit Prolemen verbunden aber letztlich können sie zusammen bleiben. Dann am Ende jedoch – Bundesjugendspiele, kurz vor dem gemeinsamen Urlaub. Ein Speer trifft sie unglücklich und er fängt sie, noch ein Lächeln vom Gespräch im Gesicht tragend, auf.
    Das wohl treffendste daran ist, dass sie ihn die ganze Zeit davon zu überzeugen versuchte, dass man im Leben Pläne machen darf, da nicht immer etwas passieren muss. Somit hatten sie den Urlaub schon Monate zuvor geplant. Der Vorfall (sie stirbt) wirft ihn also wieder vollkommen zurück. Die nachfolgenden Bücher sind nicht ganz so gut, aber dieses Buch ist wirklich sehr emotional verfasst – wohl, weil es sich die meiste Zeit um einen kleinen Jungen handelt (ich glaube 5 Jahre alt).

  • Paululum sagt:

    Das Buch, das mich oft zum Weinen bringt, ist der edle Qurán,
    besonders weine ich bei den Stellen, an denen Gott uns klar macht, wie winzig wir doch in dem ganzen Universum sind und wie barmherzig und gnädig Gott ist und trotzdem halten wir uns immer für etwas besseres und sind sehr trotzig, wenn ich daran denke, fallen mit die Tränen lieterweise aus den Augen… Wenn ich daran denke, wie kurz dieses Leben ist und wir trotz allem zu sehr an diese Welt gebunden sind, obwohl wir ganz genau wissen, dass wir nach kurzer Zeit zur Rechenschafft gezogen werden….

    und besonders dann, wenn der Qurán mit schöner und sanfter Stimme rezitierrt wird und man sich die Bedeutung der Ferse klarmachen kann….ein wunderschönes Gefühl…

  • Nadine B sagt:

    ich bin oft den tränen nahe, wenn ein buch, das mir gut gefallen hat, dem ende zugeht.

    buchstellen sind zum beispiel, als bastian in der unendlichen geschichte wieder er selbst wird; als henry in die unglaubliche geschichte des henry n. brown robert verliert; wenn pooh und christopher robin nicht wissen, wann sie sich das nächste mal sehen (return to the 100 acre wood)…

  • Amanita Pantherina sagt:

    Generell jeweils bei Geschichten, in denen eine Person die liebenswert ist eine andere Person über alles liebt, obwohl sie eigentlich nicht liebenswert ist – und statt zurückgeliebt zu werden, wie Dreck weggetreten wird.

    Trifft zu auf die meisten Märchen von Hans Christian Andersen und von Oscar Wilde “The Nightingale and The Rose”
    http://www.welt-der-rosen.de/adventrose/24r.htm

    Und der Schluss von Hemingways “Oben in Michigan”. Hauptcharaktere sind Liz und Jim. Liz lebt wohlbehütet in einer ziemlich heilen Welt in einem kleinen Fischerdörfchen als Angestellte in einem kleinen Laden, deren Besitzer mit ihr umgehen als wäre es ihre eigene Tochter. Das Leben ist also idyllisch friedlich bis langweilig, sodass Liz umso begeisterter ist, als ihr Ziehvater Jim von einer Jagd mit nach Hause bringt. Jim ist der typische Hemingway Bad Boy, Liz ist ordentlich, brav, adrett, überall beliebt, freundlich, fröhlich, lieb usw. und etwas naiv verträumt. Verliebt sich über alles in Jim, kann nur noch an Jim denken, auf einmal ist ihr Leben nicht mehr langweilig – und wird, als sie nachts mit ihm um den See läuft und einen romantischen Abend erwartet, von ihm, betrunken, auf dem Bootssteg vergewaltigt. Er schläft danach auf ihr ein.
    Die Schlusspassage:
    “Er schlief immer noch. Sie hob seinen Kopf zur Seite und schluckte. Liz begann zu weinen. Sie ging hinüber bis ans Ende des Anlegeplatzes und sah ins Wasser hinab. Von der Bucht stieg Nebel auf. Ihr war kalt und unglücklich zumute, und alles war weg. Sie ging zurück zu der Stelle, wo Jim lag, und schüttelte ihn noch einmal, um sich zu vergewissern. Sie weinte.
    “Jim”, sagte sie. “Jim. Bitte, Jim.”
    Jim rührte sich und kringelte sich noch ein wenig fester zusammen. Liz zog ihren Mantel aus und beugte sich hinab und deckte ihn damit zu. Sie steckte ihn sorgfältig und ordentlich um ihn herum fest. Dann ging sie quer über den Anlegeplatz und den steilen sandigen Weg hinan, um zu Bett zu gehen. Ein kalter Nebel kam von der Bucht her durch die Wälder herauf.”

    Deprimierend, dass sie so sehr liebt, dass sie obwohl selbst vollkommen leer, den noch zudeckt und sich um den kümmert und zudeckt und den immer noch nicht hasst. Und dass die Liebe und Liz Wesen nicht nur nicht wahrgenommen und wertgeschätzt wurde, sondern auch noch mit Füßen getreten wurde.
    Auch interessant: Hemingway lässt in seinen Geschichten normalerweise nur Kinder weinen, weil die noch keine Schutzmasken tragen. Wenn ich mich nicht täusche, ist das die einzige Erwachsene, die in seinen Geschichten weint.

    Und mir fällt noch ein: Die Kurzgeschichte “Asche” von David Sedaris. David Sedaris schreibt autobiographische Kurzgeschichten über seine skurrile Familie. Seine Mutter wird normalerweise als sehr schlagfertig, resolut und tough beschrieben. In dieser Episode erfährt sie aber, dass sie Endstadiumkrebs hat. Die Familie reagiert hilflos – der Vater veranstaltet eine verkrampft “Lass uns viel Spaß haben”-Ablenkungstour mit der Familie durch die Motels, die Kinder gehen ihr aus dem Weg, und obwohl alle an sie denken und Angst haben sie zu verlieren, lassen alle sie allein – und so ist die Endpassage, habe mich totgeweint, weil die Mutter erstmals als schwach dargestellt wurde:

    “Wir konnten zurückschalten, bis wir unsere Mutter als junges Mädchen sahen, und uns ihrer annehmen, bevor sie durch den Suff ihres Vaters wachsam und misstrauisch geworden war. Konnten sie in der Glückwunschkartenabteilung vom Drugstore sehen und sie warnen, sie soll nur ja die Schule zu Ende machen. Ihre mangelnde Bildung machte sie verletzlich, weshalb sie viel zu oft „Was weiß ich denn schon“ und „Ich bin zwar nur blöd, aber…“ sagte. Wir konnten etwas weniger weit zurückschalten und uns als Babys sehen, konnten sehen wie unsere Mutter ohne Führerschein auf dem Lande festsaß und nicht wusste, wen sie anrufen sollte, wenn wieder jemand einen Vierteldollar oder eine Sicherheitsnadel verschluckte. Wir hatten es in der Hand, und sie war uns ausgeliefert, grad wie sie’s immer gewesen war, nur diesmal würden wir auf sie aufpassen, und niemand durfte ihr ein Härchen krümmen. Seit unserer Ankunft in dieser Raststätte waren wir hin und zurück von einem Zimmer ins andere gegangen, hatten Geheimkonferenzen abgehalten und Privatinformationen ausgetauscht. Wir hofften, wenn wir uns auf das Schlimmste vorbereiteten, das Unvermeidliche mit einem gewissen Maß and Mut oder Anmut durchstehen zu können.
    Alles, was wir vorhergesehen hatten, war mickrig, verglichen mit der Zukunft, die uns erwartete. Man kann sich nicht gegen eine Hungersnot wappnen, wenn man höchstens Appetit kennt; selbst der Versuch ist idiotisch. Man kann nur essen, solang man noch kann, sich vollstopfen, es sich mit beiden Händen reinschaufeln, die Teller sauberlecken und sich jedes Ganges in der Speisenfolge mit lebhafter Detailfreude entsinnen. Unsere Mutter war wieder auf ihrem Zimmer, sie lebte noch sehr und sah sich wahrscheinlich im Fernsehen einen Krimi an. Vielleicht war das ihr erleuchtetes Zimmer, ihre Gestalt, die auf den Balkon trat, um sich eine Zigarette anzuzünden. Wir sagten uns, sie wolle wahrscheinlich allein sein; so bekifft waren wir. Später dachten wir daran, jeder auf seine eigene, separate Weise. Ich persönlich erinnere mich an die Blödheit, dass man auf einem Friedhof auf und ab schreitet, während sie verängstigt und allein herumsaß, die Glut ihrer Zigarette anstarrte und sich selbst, inzwischen ganz klar, als Asche sah.”

    Nachtrag: Lol, meine DR-Vergeberin ist wie immer zuverlässig. Es fehlen allerdings noch zwei weitere DR. :)

  • Petra01 sagt:

    John Boyne: Der Junge im gestreiften Pyjama

    Jeder, der dieses Buch gelesen hat, kann es sicherlich nachvollziehen, dass man dabei weinen muss.

  • karla*friert erbärmlich* sagt:

    “Es geschah nebenan”

    Von Joyce Eggington

    http://www.amazon.de/product-reviews/345307582X/ref=dp_top_cm_cr_acr_txt?ie=UTF8&showViewpoints=1

  • Tha Prototype *moonwalk* sagt:

    Die Kreuzigung Jesu in der Bibel…

  • wotan sagt:

    Der Schluss des Romans >Die vierzig Tage des Musa Dagh< von Franz Werfel: “Gabriel Bagradian hatte Glück. Die zweite Türkenkugel durchschmetterte ihm die Schläfe. Er klammerte sich ans Holz, riß es im Sturze mit. Und das Kreuz des Sohnes lag auf seinem Herzen.” Werfel beschreibt den Völkermord der Türken an die Armenier, ohne allerdings die Türken pauschal zu verurteilen, denn viele Türken haben den Armeniern auch Schutz gewährleistet. Dieser Roman entspricht historischen Gegebenheiten etwa 5000 Armenier haben sich auf einem Berg vor den Türken verschanzt und ihnen erbitterte Gegenwehr geleistet. Französische Schiffe haben die Überlebenden an Bord genommen und sie wurden gerettet. Der Sohn Stefan fiel den Türken zum Opfer. Gabriel aber bleib als einziger auf dem Berg, wohlwissend, dass ihn die Türken töten würden. Er wollte bei seinem geliebten Sohn sterben. Das muss man wissen, um, meinen Beitrag zu verstehen.

  • Linda sagt:

    Ps Ich liebe Dich iwann nach der 300. Seite und am Schluss

  • blauclever sagt:

    “So weit die Füße tragen”. (Josef Martin Bauer)
    Zurück in der bayerischen Heimat …

    Naja, nicht unbedingt zu Tränen gerührt (bin ja ein Mann), sondern doch etwas gerührt.

  • Taylor sagt:

    Das erste, und letzte, mal als ich bei einem Buch geweint habe, war in Stephenie Meyers Buch New Moon aus der Twilight-Saga^^..
    Es war die Stelle wo Edward weggeht und es Bella so scheiße geht :)
    Das hat mich einfach nur so dermaßen traurig gemacht, das ich heulen musste

  • PERRO sagt:

    Das Kapitel in einem meiner Bücher “Bernd kommt und Peggy geht heim”.

  • Denilson sagt:

    Manche Bücher haben mich sehr nachdenklich gemacht, allen voran J.M. Coetzee:
    - Schande
    - Warten auf die Barbaren

    (Ich verzichte darauf, Textstellen zu benennen. Lest es von vorne bis hinten!)

    @Konfuzius Seine Frau:
    Remarque und Borchert sind auch solche Bücher, die ich gerne und mitfühlend gelesen habe. Gerade Borchert halte ich für unterschätzt.

    Des weiteren empfehle ich:
    - Philippe Claudel: Die grauen Seelen
    - Kazuo Ishiguro: Alles was vom Tage übrig blieb” und “Alles was wir geben mußten”

    …und zum Ausgleich: Dezsö Kosztolanyi – Die Abenteuer der Kornél Esti

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